Bericht zur zweiten Polder Radtour
Über dreißig Interessierte kamen am 26.10.24 zur unserer zweiten Tour. Unser Ziel ist es, die Bürger, insbesondere die „Neubürger“, über das Projekt und seine dramatischen Auswirkungen auf unser Leben zu informieren.
Brigitte Braun-Dähler erläuterte das geplante Polderprojekt und beantwortete mit ihrem großen Hintergrundwissen die vielen Fragen der Teilnehmer. Während der zweistündigen Fahrt und an den einzelnen Stationen konnte man sich ein Bild von den Dimensionen der erforderlichen baulichen Maßnahmen wie z. B. die Höherlegung von Straßen und die Errichtung des bis zu 50 m breiten und 5 m hohen Deiches mit einer Länge von ca. 8,5 km, quer durch Wald und Flur machen. Die beanspruchte Deichfläche, die überwiegend aus wertvollem, altem Baumbestand, einzelnen Gehölzen und fruchtbaren Äckern besteht, beträgt 43 ha. Das ist zum Teil Lebensraum von geschützten Arten, welche gefährdet oder gar vernichtet werden!
Natürlich wurden auch einige Schwachpunkte des Projektes aufgezeigt, wie z. B.
- fehlende Sicherheit der Fluchtwege (auch nach Nachbesserung des Projektes in 2023)
- Problematik der Ausrichtung des Polders quer zur Fließrichtung des Rheins,
- Entwässerung entgegen der Stömungsrichtung,
- Bereits bestehende Druckwasserproblematik für Altrip aufgrund der Tieflage des Ortes und des Verlauf des Rheins, der den Ort bereits zu drei Vierteln umfließt,
- Vollständige (360°) Umschließung der Ortslage mit „Hochwasser“ bei Flutung des Polders,
- die neue Druckwasserströmung Richtung Altrip nach Inbetriebnahme des sogenannten Rehbachpolders und
- die fehlende Notwendigkeit des Vorhabens
diskutiert.
Wir danken den Teilnehmern für die angeregte Diskussion, in der auch die Gefährdung durch die nicht ertüchtigten Rheindeichabschnitte in Altrip und Otterstadt thematisiert wurde. Wir laden alle Bürger der Verbandsgemeinde ein, sich ein Bild von den Auswirkungen des Projektes auf unsere Landschaft zu machen. Für die Bürgerinnen und Bürger von Altrip ist es sogar unerlässlich, sich über die Bedrohung durch die Fluchtwegproblematik bewusst zu sein.







Am 19.Sept 2024 kam Sie mit einer Gruppe von neun Kindern und ihren Kolleginnen Fr. Schaefer und Fr. Neher auf das Grundstück neben unserer Wiese ‚In der Teilung’.
Bei ersten Beobachtungen aus respektvoller Distanz zur Bienenbeute, freute man sich über das emsige Treiben am Flugloch und über jede Biene die mit gelb- oder organge farbigem „Pollenhöschen“ angeflogen kam. Leider mussten wir auch die asiatische Wespe sehen, die in den Bienenstock eindringen wollte, aber glücklicherweise von den Wächterbienen erfolgreich abgewehrt wurde.
Ausgestattet, mit Schleier, Schutzkleidung und Smoker wagten sich dann die ersten vor. In kleinen Grüppchen konnten sich nach und nach, alle davon überzeugen, dass mit Respekt vor dem Tier, mit Konzentration und ohne Hektik ein ganz ruhiges Arbeiten an der offenen Bienenbeute möglich ist.




