Seminare zum Hochwasserschutz

Man kann die durch die Menschheit verursachte Klimaerwärmung anzweifeln, die bereits sichtbaren Folgen jedoch nicht. Extremwasserereignisse und Hitzerekorde sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Deshalb gilt es Vorsorge für beides zu treffen.

Einige Vorstandsmitglieder haben Ende Juni an den folgenden Veranstaltungen zum Thema Hochwasserschutz teilgenommen.

  • Hochwasserschutzforum bei der IHK Metropolregion in Mannheim am 23. Juni 2026 und
  • Workshop der Hochwasserpartnerschaft „Mittlere Vorderpfalz“ am 25. Juni 2026 in Dudenhofen

 

In den Vorträgen beim Hochwasserschutzforum ging es um

  • die Nationale Wasserstrategie des Bundes, die ein Kompass (kein Gesetz!) für den Umgang mit Extremwasserereignissen sein soll (Referentin Regina Paas, Bundesministerium für Umwelt)
  • was sind unsere Schutzziele und Strategien bei Hochwasser- und Starkregenrisiken (Univ. Prof. Dr.-Ing. Jörn Birkmann, Leiter des Instituts für Raumordnung und Entwicklungsplanung, Universität Stuttgart),
  • mobilen Hochwasserschutz bei Extremwetter (Clarisse Lydia Jähn, Haawal Engineering AS, Oslo) und
  • um einen Bericht zu Hochwasserschutz und Starkregenvorsorge mit Praxisbeispielen aus dem Ahrtal (Referent Hermann-Josef Pelgrim, Geschäftsführer Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler mbH).

 

Bei der Hochwasserpartnerschaft „Mittlere Vorderpfalz“ (IBH) ist die BIHN-Rheinauen neben zahlreichen Organisationen aus den Kommunen Mitglied.

  • Dort wurde der HydroZwilling Rheinland-Pfalz – eine Software für Kommunen und (als eingeschränkte Version) für Privatleute zur Simulation, Modellierung und Visualisierung von Überflutungsereignissen vorgestellt (Kim Falkenstein, IBH).

Link: https://hydrozwilling.rlp.de/, Privatpersonen dort rechts oben „Karte aufrufen“ anklicken.

  • Im zweiten Vortrag wurde der „Umgang mit kritischer Infrastruktur im Rahmen der Vorsorgekonzepte“ erläutert (Stefan Poß, SGD Süd).
  • In der Diskussion wies die BIHN-Rheinauen auf die fehlende Evakuierungssimulation für Altrip hin und bemängelte das Fehlen (sichtbarer) Aktivitäten seitens des Rhein-Pfalz Kreises. Das Thema soll in der nächsten Sitzung der IBH aufgenommen werden.

Es war ein widersprüchliches Gefühl sich an zwei Tagen mit den Themen Extremwetterereignis und Hochwasser zu beschäftigen, während draußen 40°C herrschten und die Hitzewelle fast täglich einen neuen Rekord aufstellte.

Übrigens: Der geplante Polder WAN ist aufgrund des schnellen Ansteigens der Flusspegel bei Extremwetterereignissen nutzlos.