BIHN-Info Mail 2/2026
Wir haben eine Info Mail zu den Geplanten Aktivitäten in 2026 veröffentlicht
Bürgerinitiative für Hochwasser- und Naturschutz
Wir haben eine Info Mail zu den Geplanten Aktivitäten in 2026 veröffentlicht
Seit langer Zeit fordern wir von den zuständigen Behörden für Altrip eine Evakuierungssimulation durchzuführen. Hintergrund ist die Lage des ca. 8000 Einwohner-Ortes in einer Senke, was bei einem Deichbruch aufgrund der Überflutung zu Gefahr für Leib und Leben führen kann. Bei der Deichertüchtigung rund um Altrip in den Jahren 2010-2015 hatte man wegen der möglichen Errichtung eines Polders auf einer Länge von 1400 m auf die Ertüchtigung verzichtet.
Dieser Abschnitt befindet sich entlang des Bermenweges/Radweges zwischen dem Abzweig „krummer Riedweg“ bis kurz vor dem Clubhaus des Waldseer Segelclubs. Da diese Schwachstelle den Behörden bekannt war, hatte man im Jahr 2022 eine umfangreiche Übung genannt „Hochwasser“ abgehalten. Mit dieser Übung wurde praktisch nachgewiesen, dass weder die Deichverstärkung mit Sandsäcken noch die Evakuierung z. B. des Altenheims in Altrip wie gedacht geleistet werden können bzw. funktionieren.
Als Reaktion auf die Ergebnissse der Übung „Hochwasser“ hat der Gemeinderat Altrip im Mai 2024 beschlossen, von der zuständigen Behörde, dem Rhein Pfalz Kreis, die Durchführung einer zeitgemäßen Evakuierungssimulation zu fordern, damit entsprechnde Maßnahmen getroffen und funktionierende Evakuierungspläne erstellt werden können.
Die BIHN Rheinauen hat nun beschlossen nicht länger zu warten. Unsere Forderung: Schluss mit den „Schönwetter-Szenarien“!
Wir fordern eine echte, dynamische Simulation (EvaSim/MATSim), die die verkehrstechnische Anbindung des Ortes, Chaos und Stau bei einer Evakuierung und schlechtes Wetter berücksichtigt. Wir weisen die Verantwortlichen klar auf ihre persönliche Haftung hin. Wer Bescheid weiß und nicht handelt, haftet im Ernstfall! Die Katastrophe im Ahrtal sollte ja genug manhnendes Beispiel sein.
Neben den zuständigen örtlichen Behörden (Gemeinde, Verbandsgemeinde und Kreis) haben wir eine offizielle Gefahrenanzeige an den Präsidenten des Landesamtes für Brand und Katastrophenschutz in Koblenz (LfBK) geschickt (Brief_an_LfBK_Koblenz_Gefahrenanzeige_Altrip_09.Feb.2026). Den Wortlaut des Schreibens veröffentlichen wir hier. Wir erhoffen uns eine kompetente Antwort der Katastrophenschutzbehörde und einen zügige Beauftragung der notwendigen Arbeiten.
Bei der Baumschnittaktion am 7. Februar wurde auch wieder Fachwissen über den Schnitt von Obstbäumen vermittelt. Dazu hatten wir die Baumwarte Rainer Rausch und Ewald Marschall eingeladen. Beide sind Pomologen (Fachmann für Obstbäume) und zertifizierte Obstbaumwarte des Landes Rheinland-Pfalz. Ewald berichete, dass er ca. 600 Obstbäume im Jahr schneidet.
Eine kleine Kostprobe der Schulung gibt das Video Vorbereitung Baumansprache wieder. Es wurden hauptsächlich die im Herbst bei der Schüleraktion gepflanzten Bäume beschnitten. Ein Eindruck wie viel bei den Bäumen weggeschnitten wurde, gibt nachfolgendes Vorher – Nachher Bild:
Ziel des Baumschnittes ist, in der Mitte den Stamm zu definieren, der von keinem der Seitentriebe = Leitäste überragt wird. 3 bis 5 Leitäste mit etwa 45° Steigung nach oben sollen möglichst alle Richtungen abdecken, damit der Baum später den ganzen Umfang einnimmt. Von diesen Leitästen werden Triebe/Augen, die nach Innen zeigen, entfernt damit der Baum sich nach Außen ausbreitet und Sonnenlicht auch nach Innen kommt. Zu flach abgehende Leitäste werden nach oben gebunden.

Liebe Mitglieder und und solche die es werden wollen,
auch in diesem Jahr möchten wir einerseits Bäume der Altriper Streuobstwiese pflegen und andererseits Ihnen die Möglichkeit geben etwas über das Schneiden von Obstbäumen zu lernen.
Erneut konnten wir die vom Land Rheinland-Pfalz ausgebildeten Baumwarte Rainer Rausch und Ewald Marschall gewinnen und bieten deshalb die Gelegenheit zum Obstbaumschneiden unter professioneller Anleitung.
Termin: Samstag 07.Februar 2026, Treffpunkt ist um 9:30 Uhr am Wertstoffhof/Bauhof in Altrip (Am Waldpark 6).
Wir sorgen in der Pause für eine kleine „Brotzeit“ und werden die Veranstaltungen um ca.14:30 Uhr beenden. Zur Deckung unserer Kosten bitten wir Sie um eine Spende. Interessierte bitten wir, sich über die unten genannten Kontaktdaten anzumelden.
Wir freuen uns auf ihre Teilnahme.
Dieter Neugebauer
für die Vorstandschaft der BIHN-Rheinauen e.V.
KONTAKT: Tel: 06236 30529
mail: info@bihn-rheinauen.de
Internet: www.bihn-rheinauen.de.

Die Berufsbildende Schule Wirtschaft 2 in Ludwigshafen hatte Schüler aus befreundeten Schulen aus den Niederlanden und Spanien zu einem Nachhaltigkeitstag eingeladen. Die Schüler im Alter von 15-17 Jahren absovieren im Rhein Neckar Raum an drei Tagen verschiedene Projekte zu Nachhaltigkeitsthemen wie Energieeinsparung, CO2– Vermeidung aber auch Naturschutz und Biodiversität.
Nach der Anfrage zu einem Projekt bei unserer Bürgerinitiative, hatten wir die Idee die Jugendlichen fehlende oder eingegange Bäume auf der gemeindeeigenen Streuobstwiese pflanzen zu lassen. Die Gemeinde Altrip war sofort dabei und unterstütze die Aktion mit dem Kauf der Bäume und der Bereitstellung von Ausrüstung durch den Bauhof. Wir haben eine schriftliche Anleitung zum Pflanzen von Bäumen erstellt, die mit den Schülern vor dem Gang zur Streuobstwiese kurz durchgegangen wurde. Zuvor hatte Bürgermeister Mansky die Gruppe begrüßt und in Altrip willkommen geheißen.

Von der BIHN fanden sich einige Mitglieder zur Betreuung der Schüler bei den anstehenden Tätigkeiten. Diese hatten einen Schnellkurs zum Pflanzen von Bäumen gemacht und für Getränke und Snacks in Form von Apfelchips gesorgt. Herausfordernd war neben den sprachlichen Barrieren (dazu hatten wir Übersetzungshilfen erstellt) auch die Tatsache, dass viele der Jugendlichen zum erstenmal eine solche Tätigkeit durchführen sollten.
Unterstützt wurden wir von Rainer Rausch, (links im Bild), der ein ausgewiesener Fachmann auf dem Gebiet der Baumpflege ist und der auch für die Rheinpfalz Artikel im Bereich Natur schreibt. Er hatte die Bäume, die schließlich gepflanzt wurden, zuvor in der Baumschule ausgesucht.
Auf der Streuobstwiese gingen die Schüler dann anfangs skeptisch aber mit zunehmender Bergeisterung zu Werk. Innerhalb von ca. 3 Stunden waren die 8 Bäume gepflanzt. Es wurden auch Holzschilder mit Informationen zu den beteiligten Schulen angebracht, auf denen die Jugendlichen Ihre Namen schreiben konnten.





Aufruf an die Bürger: Nach dieser Aktion gilt es die Streubobstwiese weiter ganzjährig zu umsorgen, denn insbesondere längere Trockenperioden im Sommer setzen besonders den jungen Bäumen zu. Da werden Helfer gebraucht, die bei Gießaktionen mitmachen.
Liebe Mitglieder der BIHN-Rheinauen
in unserer letzten Vorstandssitzung, am Freitag, 17. Oktober, haben wir mangelnde Kommunikation innerhalb der BIHN diskutiert. Wir haben daraufhin beschlossen, euch ab sofort regelmäßig über die Themen, die wir im Vorstand diskutieren zu informieren. Damit erhält jedes Mitglied die Möglichkeit sich einzubringen, nachzuhaken und mitzumachen.
Legen wir los…….
Schulprojekt

Ein Planungstreffen ist für Montag, 27. Oktober, 19 Uhr, in Altrip in der Parkstraße 14 angesetzt. Unterstützer*innen für dieses kurze Projekt sind gerne gesehen.
Evakuierungssimulation – Schreiben an die zuständige Landesbehörde

Macht mit, klinkt euch ein
Wer Themen hat, die ihm in Sachen Hochwasserschutz, Artenschutz und Klimawandelanpassungsmaßnahmen ein Anliegen sind, kann sich gerne einbringen. Wir überlegen dann gemeinsam welche Aktionen sich daraus ableiten.
Wir wünschen Euch Allen schöne Herbsttage
Euer Vorstand
Die BIHN-Rheinauen begrüßt die Durchführung des zweitägigen Erörterungstermins zum Polder Waldsee/Altrip/Neuhofen (WAN) durch die SGD Süd. Dieser gab interessierten Bürgern und Institutionen die Möglichkeit ihre Bedenken vorzutragen und sich umfassend über den geplanten Polder zu informieren.
Das von der SGD Süd veröffentlichte Protokoll gibt den Verlauf der Veranstaltung komplett wieder.
Wir möchten festhalten, dass die SGD Süd nach der Bearbeitung der Anträge (siehe weiter unten) den Planfeststellungsbeschluss u. U. erneut ausgelegen muss. Es liegt somit derzeit keine juristisch anfechtbare Entscheidung bezüglich der Planänderungen gegenüber dem Stand von 2006 und 2018 vor.
Die SGD Süd hat auf Nachfrage geantwortet, dass die in der Niederschrift weiterhin enthaltenen Zusagen und stattgegebenen Anträge derzeit bearbeitet werden. Man hofft im September erste Ergebnisse sowie verbindliche Informationen zum weiteren Fortgang des Verfahrens übermitteln zu können.
sehr wichtige Ergebnisse der Veranstaltung. Wir hätten uns gewünscht, dass auch
Die Veranstaltung hat auch gezeigt, dass die Planung des PFB 2023 nicht alle gerichtlich bestätigten Anforderungen erfüllt und das einzelne Gutachten (Grundwassermodell, Naturschutz) aufgrund ihres Alters nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen. Die Planer gehen bei der K7 (Straße nach Rheingönheim, besonders im Bereich der Rehbachkurve und -brücke) von einer Standfestigkeit (bis zum Bemessungshochwasser) auch bei zweispuriger Nutzung aus.

Auf 50 Seiten und insgesamt 40 Folien werden die zwei Tage der öffentlich im Reginozentrum durchgeführten Veranstaltung zusammengefasst. Trotz der durch alle Parteien genehmigten Zulassung der Öffentlichkeit, wurden im Protokoll die Namen der Bürger, die Wortbeiträge geliefert haben, geschwärzt.
Für Außenstehende ist das Protokoll schon wegen der Länge schwer nachzuvollziehen. Wir, die BIHN-Rheinauen, haben uns zum Ziel gesetzt das Protokoll zu prüfen und die Bürger zu informieren.
Damit Sie sich selbst ein Bild machen können, haben wir das Ergebnisprotokoll und die Anhänge auf unsere Webseite geladen.
Das Protokoll
zu dem Erörterungstermin im November 2024 wurde bisher noch nicht veröffentlicht. Eine Nachfrage bei der SGD Süd ergab, dass dieses in Kürze auf den Seiten des UVP Portals und der Webseite der SGD Süd erfolgen soll.
Nachwirkungen des Erörterungstermins
Im Amtsblatt vom 21./23. Mai 2025 wurde als „Berichterstattung Ortgemeinderat“ unter Punkt 7 „außerhalb der Zeit“ auf Seite 15 über eine Sitzung der SGD Süd mit der VG Rheinauen berichtet (siehe unten). Darin ging es wohl um die im Zusammenhang mit der Rückverlegung des Rheinhauptdeiches im Bereich der Rehbachmündung verschärfte Druckwasserproblematik für die Altriper Entwässerungsgräben und den Neuhofener Altrhein.
Als Bürger würden wir uns hierzu zeitnahe und ausführliche Informationen durch die Ortsgemeinde wünschen. Bei der Gemeinderatssitzung am 23.06 um 19:30 im Rathaus besteht für uns Bürger die Möglichkeit nachzufragen was ein „ernstgemeinter Arbeitsauftrag“ bedeutet und an welche Lösungsansatze man denn denkt.